Projektwoche auf dem Georgishof bei den Schmieden
von Ute Meinke
Staufersaga Verein (ssv). Ein besonderes Erlebnis erwartete die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Pfahlbronn im Rahmen ihrer Projektwoche „Die Staufer im Mittelalter“. Die Schmiede des Staufersaga Vereins luden die Kinder Mitte Juni auf den Georgishof ein und vermittelte bei einer rund zweistündigen Vorführung anschaulich die Kunst des historischen Schmiedehandwerks.
Mit großem Interesse verfolgten die Kinder der Klassen 1 bis 4, wie unter den geübten Händen der Schmiede aus einem einzigen Stück Eisen Schritt für Schritt ein Kreuz entstand. Die Mitglieder der Stauferschmiede: Meinhard Plischke, Arno Wiersdorf und Martin Rott, erklärten dabei die einzelnen Arbeitsschritte, stellten historische Werkzeuge vor und zeigten, mit welchen Techniken bereits im Mittelalter Gebrauchsgegenstände und Werkzeuge hergestellt wurden.
Dabei blieb es nicht beim Zuschauen: Die jungen Besucher konnten den Schmieden bei ihrer Arbeit aus nächster Nähe über die Schulter blicken und erhielten spannende Einblicke in ein Handwerk, das über Jahrhunderte hinweg von großer Bedeutung war und bis heute mit viel Leidenschaft gepflegt wird.
Neben der praktischen Vorführung sorgten auch interessante Geschichten aus der Sprachgeschichte für Aufmerksamkeit. Die Schmiede erläuterten die Herkunft bekannter Redewendungen wie „auf den Hund kommen“, „Farbe bekennen“ oder „einen Zahn zulegen“ und zeigten auf unterhaltsame Weise deren überlieferte Ursprünge.
Die Veranstaltung verband historische Wissensvermittlung mit lebendigem Erleben und machte den Kindern die Zeit der Staufer auf anschauliche Weise näher. Gleichzeitig wurde deutlich, welchen Stellenwert traditionelles Handwerk für die Bewahrung regionaler Geschichte und Kultur besitzt.
Der Staufersaga Verein freut sich über das große Interesse der Schülerinnen und Schüler sowie die gelungene Zusammenarbeit mit der Grundschule Pfahlbronn. Solche Begegnungen leisten einen wertvollen Beitrag dazu, Geschichte außerhalb des Klassenzimmers erlebbar zu machen und das kulturelle Erbe der Region an die nächste Generation weiterzugeben.