Mittelalterliches Erleben in der Gewandmeisterei der Staufersaga

        von Ute Meinke

In Begleitung der Lehrerinnen Bianca Feil und Claudia Aubele konnten 23 Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 bis 4 im Rahmen einer Projektwoche das Thema Mittelalter hautnah erleben.

Zusammen mit Gundi Mertens, stellvertretende Vorsitzende des Staufersaga Vereins, und der Gewandmeistern Grete Thomas wurden die Gewand- und Requisitenräume im Unipark mit großem Interesse erkundet. Bei der Gelegenheit durften Leni und Lilli in das Gewand eines mittelalterlichen Hof-Fräuleins schlüpfen. Alle Anwesende lernten Fachausdrücke wie Kinnschleier und Gebende (eine Art Haarkranz, der den Schleier hält) kennen. Es überraschte die Kinder, dass alle Gewänder nur mit Bändern geschnürt wurden, weil es im Mittelalter noch keine Knöpfe gab.

Für die Jungen in der Gruppe waren die Kettenhemden und -hauben, Helme, Schwerter, Wappenröcke und Ritterumhänge höchst interessant. Das der Ritter mit seiner schweren Ausrüstung auch noch zu Pferde im Krieg kämpfen musste, grenzte an die Vorstellungskraft der Kinder.

Zum Schluss blieb doch einiges Wissenswertes im Gedächtnis: nämlich Fachausdrücke für mittelalterliche Bekleidung, die Gewänder des Kaisers Friedrich I. (genannt Barbarossa) und seiner Gemahlin Beatrix von Burgund sowie das Datum des 850-jährigen Stadtjubiläums in 2012. Zu dem Zeitpunkt hatten die anwesenden Schülerinnen und Schüler das Licht der Welt noch nicht erblickt.

Eine gut gelaunte Kindergruppe verließ die Gewandmeisterei in Richtung Bus. Die ausführenden Gewandmeisterinnen Gundi Mertens und Grete Thomas waren sich darüber einig, dass selten so eine disziplinierte, gut erzogene Kindergruppe die Gewandmeisterei besucht hatte. Deshalb wurde eine weitere Einladung, um barocke Gewänder kennenzulernen ausgesprochen.

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