Vernissage mit 60 Bilder von Josef Stampfer im Fünfknopfturm

        von Ute Meinke

Staufersaga-Verein (ssv). Die Vernissage von Josef Stampfers Bildern im Fünfknopfturm wurde umrahmt von klassischer Hausmusik seiner Töchter. Passend zur Tageszeit kredenzten die Brüder Mödinger „Säkt“ für die vielen interessierten Besucherinnen und Besucher.

Nach der Begrüßungsansprache von Oberbürgermeister Richard Arnold und Dankesworten der stellvertretenden Vereinsvorsitzenden Gundi Mertens, die auch die Ausstellung kuratiert hat, begaben sich die Besucher in die Türmerwohnung in der sechsten Etage. Das wunderbare Licht und der umwerfende Rundumblick versetzen Alle in freudige Erwartung. Josef Stampfer stellte seine Werke vor. Jedes Bild hat eine eigene Geschichte. Im besonderen Fokus stehen Sonnenauf- und Sonnenuntergänge und imposante Wasser-Meer-Themen. Die außergewöhnliche Maltechnik besteht aus einem Untergrund aus Acrylfarben, über den mit feinem Pinselstrich als zweite Auflage in Linienzeichnung vor allem Bäume in den verschiedenen Jahreszeiten gezeigt werden. Man ist fasziniert von der Tiefe und Feinheit der Bilder, was den ansonsten auch zupackenden Menschen Josef Stampfer in ein bestimmtes Licht setzt. Es zeigt seine weiche, sensible Seite, geprägt von Genauigkeit und Zuverlässigkeit.

Zur Person
Josef Stampfer ist am 19.10.1940 in Kroatien geboren. Seine Kindheit und Jugend waren von Kriegswirren geprägt. Mit 17 Jahren gelangte er mit seiner Familie nach Bargau, wo er bis heute lebt. Sein größter Wunsch, einen technischen Beruf zu erlernen, ging in Erfüllung. Er wurde Bauzeichner und war unter anderem 35 Jahre bei der Stadt Schwäbisch Gmünd im Hochbauamt bis zu seinem Ruhestand beschäftigt.

2012 wurde Josef Stampfer Gründungsmitglied im Staufersaga Verein. Es gibt kaum ein Event, an dem er nicht im wahrsten Sinne des Wortes „Hand angelegt“ hat. Ob Kulissen für das historische Theaterstück „die Staufersaga“ oder andere Projekte, Aufbauten für den Staufersaga Weihnachtsmarkt, Stauferkrippe, Veranstaltungen mit Gewerke-Schauen, Vorführungen am Fünfknopfturm mit der Zimmermanns- oder der Steinmetz-Zunft, Engagement im Ehrenamt: immer stand und steht das Mitwirken von Josef Stampfer auf dem Plan.

Die Bilder von Josef Stampfer können jeden Samstag und Sonntag sowie an Feiertagen von 11 bis 17 Uhr im Rahmen der Fünfknopfturm-Besichtigung bis zum 18. Oktober 2026 angeschaut werden. Bei der Gelegenheit bietet sich auch die Möglichkeit, ein weiteres Werk des Künstlers zu bewundern: das Johanniskirchen-Modell, das er 2010 zusammen mit der Stadtschreinerei im Maßstab 1:50 geschaffen hat.

Er ist nicht nur ein Lebenskünstler, sondern im wahrsten Sinne des Wortes ein Künstler. Über 60 Bilder hat er gemalt, mit Motiven aus der Heimat. Wasser, Natur und Sonnenlicht haben ihn inspiriert.

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