Gelungener Tagesausflug zur Burg Harburg und ins RiesKraterMuseum
von Ute Meinke
Staufersaga-Verein (ssv). Auf Initiative des Staufersaga Vereins machten sich am Samstag, 30. Mai, insgesamt 46 Reisende auf den Weg zu einem abwechslungsreichen Tagesausflug zur Burg Harburg und ins RiesKraterMuseum nach Nördlingen. Organisiert wurde die Fahrt von Ursula Elrefaey von der Abteilung der Gewandverwaltung des Vereins. Das Angebot richtete sich ausdrücklich an alle Interessierten – unabhängig von einer Vereinsmitgliedschaft.
Die Anreise stand bei strahlendem Sonnenschein unter einem guten bei Stern. Die imposante Burg Harburg, die auf das 11. und 12. Jahrhundert zurückgeht, genau die Zeit, in der auch die Staufersaga spielt, empfing die Reisegruppe hoch über der gleichnamigen Stadt. Die Burg befindet sich im Eigentum des Hauses Oettingen und wird heute von einer ehrenamtlichen Bürgerstiftung unterhalten. Zwei Gästeführerinnen vermittelten die bewegte Geschichte der Anlage mit viel Fachwissen und Humor. Besonders anschaulich wurde das Wechselspiel zwischen katholischer und protestantischer Prägung, sowie die wechselnde Zugehörigkeit der Region zu Schwaben und Bayern dargestellt. Diese historischen Veränderungen spiegeln sich bis heute in den unterschiedlichen Bau- und Stilepochen der Burg wider.
Ein besonderes Highlight war der große Festsaal, der von außen kaum zu erahnen ist. Er war für eine am Abend stattfindende Hochzeit festlich geschmückt und beeindruckte die Besucherinnen und Besucher ebenso wie das einladend präsentierte Esszimmer der Grafen von Oettingen. Der starke Kontrast zwischen den ehemaligen Gefängniszellen, herrschaftlichen Wohnräumen, der Burgkirche und weiteren historischen Räumlichkeiten hinterließ einen bleibenden, lebendigen Eindruck zur Geschichte der Burg.
Begleitet vom Duft und Anblick der üppig blühenden Rosen im Innenhof führte der Weg anschließend in die Burgschänke, wo alle Teilnehmer bestens mit Speis und Trank versorgt wurden. Nach wohl verdienter Stärkung ging die Fahrt nachmittags weiter nach Nördlingen zum RiesKraterMuseum. Dort wurden die Ausflügler von wissenschaftlichem Fachpersonal durch die Ausstellung geführt und erhielten spannende Einblicke in das sogenannte Ries-Ereignis – den gewaltigen Meteoriteneinschlag vor rund 15 Millionen Jahren, durch den das Nördlinger Ries entstand. Die Auswirkungen dieses Naturereignisses reichen bis nach Böhmen und zum Bodensee. Die Tatsache, dass bei diesem Ereignis gewaltigen Kräfte am Werk waren, beeindruckte die Teilnehmer besonders und sorgte für großes, nachhaltiges Interesse.
Nach dem informativen Museumsbesuch blieb noch Zeit für einen Bummel durch die historische Altstadt von Nördlingen. Ergänzend dazu fand an diesem Tag ein Kunsthandwerker-Markt statt, der zum Verweilen einlud. Mit vielen neuen Eindrücken, interessanten Erkenntnissen und schönen Erinnerungen trat die Gruppe am Abend die Heimreise nach Schwäbisch Gmünd an. Die gelungene Mischung aus Geschichte, Kultur, Wissenschaft und Geselligkeit machte den Ausflug für alle 46 Teilnehmer zu einem besonderen Erlebnis.


