Erlebbares Mittelalter: Sommerfest und Krönungshandschuhe "in progress"
von Ute Meinke
Staufersaga-Verein (ssv). Das Wochenende von Samstag, 13. September bis Sonntag, 14. September, machte das Mittelalter erlebbar.
Am Samstag, 13. September, fand ein Sommerfest auf dem Georgishof statt, das von Mitgliedern des Staufersaga Vereins ausgerichtet wurde
Viel Spaß hatten die Vereinsmitglieder mit ihren Familien und Freunden, denn das Georgishof-Gelände bietet vielfältige Möglichkeiten für Begegnungen, Mitmach-Aktionenen, Musik und den Aufenthalt in wunderschöner Natur. Auf dem nachgebauten Mittelaltermarktplatz konnten Handwerksvorführungen aus der Rüstmeisterei bestaunt werden. Besonderes Highlight war das neue Katapult und der Pranger, gebaut von Michi Dreizler, Frank Stühle und Sprigl. Ein absolutes Muss waren einige Katapultschüsse, die allesamt ein Volltreffer waren.
Kettenhemden erstellen, Bogenschießen, Schmieden, Hufeisenwerfen bis hin zu filigranen Rosen aus Kupferblech ziehen waren weitere Anziehungspunkte. Auch eine Art Mittelalter-Universität gab es zu bestaunen. Hier türmten sich etliche Bücher zu den Themen auf: Gesundheit, Ernährung, Schwertkampf, allgemeines Leben und historische Informationen im Mittelalter. Ein Gemüse- und Gewürzquiz regte zum Nachdenken an. Spannend war zu erraten, welche Pflanzen und Gewürze bereits im Mittelalter genutzt wurden, und welche später aus Südamerika und dem fernen Osten hinzu kamen. Für musikalische Stimmung sorgte die Band „Septemberfall“ aus Schorndorf, die am Abend die Gäste mit ihrer Musik in den Bann zog.Authentisches mittelalterliches Sommerfest des Staufersaga Vereins auf dem Georgishof
Am Samstag, 13. September, fand ein Sommerfest auf dem Georgishof statt, das von Mitgliedern des Staufersaga Vereins ausgerichtet wurde. Viel Spaß hatten die Vereinsmitglieder mit ihren Familien und Freunden, denn das Georgishof-Gelände bietet vielfältige Möglichkeiten für Begegnungen, Mitmach-Aktionen, Musik und den Aufenthalt in wunderschöner Natur.
Auf dem nachgebauten Mittelaltermarktplatz konnten Handwerksvorführungen aus der Rüstmeisterei bestaunt werden. Besonderes Highlight war das neue Katapult und der Pranger, gebaut von Michi Dreizler, Frank Stühle und Sprigl. Ein absolutes Muss waren einige Katapultschüsse, die allesamt ein Volltreffer waren. Kettenhemden erstellen, Bogenschießen, Schmieden, Hufeisenwerfen bis hin zu filigranen Rosen aus Kupferblech ziehen waren weitere Anziehungspunkte. Auch eine Art Mittelalter-Universität gab es zu bestaunen. Hier türmten sich etliche Bücher zu den Themen auf: Gesundheit, Ernährung, Schwertkampf, allgemeines Leben und historische Informationen im Mittelalter. Ein Gemüse- und Gewürzquiz regte zum Nachdenken an. Spannend war zu erraten, welche Pflanzen und Gewürze bereits im Mittelalter genutzt wurden, und welche später aus Südamerika und dem fernen Osten hinzu kamen. Für musikalische Stimmung sorgte die Band „Septemberfall“ aus Schorndorf, die am Abend die Gäste mit ihrer Musik in den Bann zog.
Während einer Woche, wurde der Georgishof in ein kleines mittelalterliches Dorf verwandelt, berichtet Frank Stühle, der mit der Gruppierung der Rüstmeisterei den Aufbau leitete. Eine Bühne, das Katapult, Illuminationen, Schwedenfackeln und Lagerfeuer sorgten für eine einzigartige Atmosphäre. Auch für Speis und Trank war reichlich gesorgt, sodass das Fest bis in die Abendstunden in geselliger Stimmung andauerte. Der Wettergott spielte dabei ebenfalls mit und bescherte einen sonnigen Tag. Das Sommerfest hat gezeigt, welches Potenzial im Georgishof steckt – und lässt bereits jetzt Vorfreude auf weitere Veranstaltungen aufkommen. Im nächsten Jahr ist ein mittelalterliches „Feuerfest“ für die Gmünder Bürgerinnen und Bürger in Planung, das alle Besucher mit einem Gemeinschaftserlebnis verbinden wird und das staufische Flair der Stadt Schwäbisch Gmünd erlebbar machen wird.
Erlebtes Mittelalter, auch in der Innenstadt mit staufischem Kaiserpaar
Um Flair ging es auch am Sonntagnachmittag, 14. Speptember, in der Gmünder Innenstadt. Inszeniert wurde der kaiserliche Auftritt des Herrscherpaares und die Installation der Krönungshandschuhe von der stellvertretenden Vereinsvorsitzenden Gundi Mertens. Den Aufbau vor dem Prediger samt Zelt, Tische und Zubehör übernahmen Alfred Glinka, Raimar Mücke, Josef Stampfer und Rolf Friedel. Das Kaiserpaar Heinrich VI. und Konstanze von Sizilien (dargestellt von Dr. Biggi Stahl und Rainer Arnold), machten mit ihrem Gefolge auf die Ausstellung der Krönungshandschuhe „in progress“ im Museum im Prediger aufmerksam. Fahnenträger, Hofstaat, Zünfte und das mittelterlich Ensemble „Batherie“ unter der Leitung von Susanne Wiker begleiteten das Kaiserpaar bei ihrem Spaziergang durch die Stadt.
Wichtig war dem Verein die Nähe zum Prediger hervorzuheben. Hier wurde 1876 das Kunstgewerbemuseum gegründet. Schmuckherstellung aus Speckstein und das mittelalterliche Gebendeflechten, anschaulich vorgeführt von der Steinmetz- und Schneiderzunft des Staufersaga Vereins passte deshalb gut zu der Museums- Philosophie. Ebenso passend war das größte Ereignis an diesem Tag, die Eröffnung der Vitrine mit den Krönungshandschuhen „in progress“. Ute Bundschuh, die Stickerin der Handschuhe und Mitglied in der Schneidergruppe der Gewandmeisterei zeigte an einem Beispiel, wie sie die Motive der Adler mit Heiligenschein in Anlegetechnik gestickt hatte. Ihr gilt großer Dank für dieses beeindruckende Werk. Die noch nicht vollendeten Krönungshandschuhe, die übrigens weltweit nur hier in Schwäbisch Gmünd in der Gewandmeisterei des Staufersaga Vereins nachgearbeitet wurden, können nun in der Schatzkammer im Museum bewundert werden.
Fotograf: Mike Kristof