Ein besonderes Dankeschön an Josef Stampfer

        von Ute Meinke

Staufersaga-Verein (ssv). Ein kleines Meisterwerk, hat seit kurzem seinen endgültigen Platz im Fünfknopfturm gefunden. Es ist die Miniatur des detailgetreuen Modells der Johanniskirche im Maßstab 1:50. Geschaffen wurde es 2010 von Josef Stampfer, Mitglied im Staufersaga Verein. Mit seinem handwerklichen Geschick, seiner Geduld und seiner Begeisterung für die Stadtgeschichte ließ Stampfer diese Kunstwerk zusammen mit Wirtschaftsförderer Alexander Groll und dem Stadtschreiner-Team um Roland Rieg, entstehen.

Der Impuls lässt sich bis ins Jahr 2010 zurück verfolgen. Damals war man auf der Suche nach einem Opferstock , um mit den generierten Einnahmen die Sanierung der Johanniskirche zu unterstützen. Schon bald entstand aus dieser Idee heraus der Projekt-Gedanke, ein funktionsfähiges einzigartiges Miniaturmodell der Johanniskirche zu bauen. Josef Stampfer und sein engagiertes Team machten sich ans Werk – mit viel Kreativität, technischem Einfallsreichtum und Unterstützung zahlreicher Partner. Das Besondere sollte sein, dass beim Münzeinwurf das Modell von innen leuchtete und die bekannte Melodie „Grüß di Gott Alois“ vom Kirchturm her erklang.

Am 21. Dezember 2010 erfolgte der erste erfolgreiche Probelauf, wenig später wurde das Modell feierlich vorgestellt – zunächst im Rathaus, später auch auf der CMT in Stuttgart.

Viele Jahre war die Miniatur im Gmünder Rathaus ein Publikumsmagnet, bevor sie schließlich im Rathaus-Depot landete. Dort wurde sie von Gundi Mertens, stellvertretende Vorsitzende des Staufersaga Vereins, entdeckt und als Attraktion für den im Sommer geöffneten Fünfknopfturm vorgesehen. Nach sorgfältiger Instandsetzung ist das Johanniskirchen-Modell nun wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. Es steht in der Eingangsebene des Turms, eingebettet in die vielfältige Ausstellung, die der Staufersaga Verein dort rund um die staufische Stadt- und Vereins-Geschichte jedes Jahr für die Besucher vorbereitet. Empfehlenswert ist der Aufstieg bis in die sechste Ebene des Turms. Von dort aus hat der Besucherinnen und Besucher einem herrlichen Ausblick auf die echte Johanniskirche und die wunderschöne Gmünder Altstadt.

Besonders gewürdigt wird damit auch das jahrzehntelange Engagement von Josef Stampfer, der am 19. Oktober 2025 seinen 85. Geburtstag feiert. Stampfer, der von Beginn an im Staufersaga-Verein aktiv ist und dort bis heute Ideen einbringt, ist ein unermüdlicher Tüftler und Gestalter und äußerst hilfsbereit. Ob für liebevoll gefertigte Modelle, künstlerische Arbeiten für das Speckstein-Schnitzen, oder für neue Ideen zum Staufischen Weihnachtsmarkt, stets fertig Josef Stampfer großartige professionelle Skizzen an, immer maßstabgetreu. Er prägt seit Jahren zuverlässig die kulturelle Vielfalt Gmünds auf seine ganz eigene Art.

Oberbürgermeister Richard Arnold und Vereinsvorsitzender des Staufersaga Vereins danken Josef Stampfer für sein großes ehrenamtliches Engagement: „Das Modell der Johanniskirche ist nicht nur ein technisches Kunstwerk, sondern ein Symbol für die Kreativität, den Zusammenhalt und die Heimatliebe, die unsere Stadt auszeichnen. Mit seinem Einsatz hat Josef Stampfer ein Stück Stadtgeschichte geschaffen, das noch viele Generationen begeistern wird.“ 

Der Fünfknopfturm ist von Mitte Mai bis einschließlich 3. Oktober an den Wochenenden und am Tag der Kulturen am Sonntag, 19. Oktober, geöffnet. Dort kann das Modell der Johanniskirche nun dauerhaft besichtigt werden. Wer Glück hat, erlebt Josef Stampfer auch als Turmführer. Mit großer Leidenschaft erzählt er über die Entstehung des Fünfknopfturms, fesselt die Besucher mit der Geschichte der Staufer-Dynastie und vermittelt mit viel Herzblut Wissenswertes über den Staufersaga-Verein.

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