Ledergruppe

Herstellung von historischen Schuhen, Beuteln, Gürtel und anderer kleiner Requisiten

Leder war im Mittelalter einer der wichtigsten und vielseitigsten Rohstoffe, der den Handwerkern zur Verfügung stand. Eine ganze Verarbeitungskette vom Fleischer und Abdecker über die Gerber bis zum Sattler und Schuhmacher waren von diesem Rohstoff und der Nachfrage nach den Produkten abhängig. Noch heute erinnert der Gmünder Straßename "Ledergasse" an das dort ehemals ansässige Handwerk. Die Verarbeitungsschritte der Tierhäute bis zum Leder waren sehr geruchsintensiv und große Mengen Wasser wurden für die Veredelung der Häute benötigt. Die Ledergasse nah an der Rems und am Rande der Stadt gelegen, war für das Gewerbe ideal.

Heute wird das Leder unter dem Dach der Gewandmeisterei zu historischen Schuhen, Beuteln, Gürtel und anderer kleiner Requisiten verarbeitet.

Die Ledergruppe besteht aus 4 Personen,

  • Patrizia Hähnle ( Gruppenleiter )
  • Meinhard Plischke
  • Dieter Schneider
  • Harald Hähnle

Das Treffen der Gruppe ist jeden Freitag ab 18:00 Uhr in der Gewandmeisterei.

Zu den Haupttätigkeiten gehört die Herstellung der Stauferschuhe. Es wurden für die Staufersaga ca. 800 Paar Schuhe zugeschnitten, genäht, und kilometerweise Schnürsenkel hergerichtet.

 Weitere Arbeiten aus der Lederwerkstatt:

  • Lederbeutel, sogenannte Geldkatzen und Lederkappen
  • Das anbringen von Prunknieten an die Gewänder
  • Gekaufte Schuhe und Stiefel werden so umgearbeitet, dass sie zeitgemäß und tragbar sind
  • Für die Pilger werden Trinkgefäße aus selbst angebauten Kalebassen ( Kürbisart ) mit Lederriemen als  Aufhängung versehen
  • Halterungen für Trinkgefäße an Gürteln und verschiedenste kleine Ledergegenstände
  • Für die Barockwoche wurden für die Advokaten Ledermappen hergestellt, sowie Ledertaschen umgearbeitet und Ledermieder gefertigt
  • Auch werden alle möglichen Reparaturen an Lederwaren vorgenommen

Ansprechpartnerin: Patrizia Hähnle, E-Mail: patrizia.haehnle@googlemail.com

Ledertaschen für die Staufersaga

Haus Edelberg in Wetzgau

Auch eine Gruppe Seniorinnen aus dem Haus Edelberg in Wetzgau unter der Anleitung von Angelika Plenker machen freudig mit bei der Herstellung von Ledertäschchen, die in großer Anzahl für die StauferSaga benötigt werden. Wichtig für die Verantwortlichen ist, dass möglichst viele Menschen in die Vorbereitungen mit einbezogen sind.