Wiederaufführung der Staufersaga - Premiere am Freitag, 24. Juni

        von Staufersaga

Schwäbisch Gmünd steht in diesen Tagen vor der Wiederaufführung der Staufersaga aus dem Jahr 2012. Die aufwändige Freilichtinszenierung des inzwischen verstorbenen Regisseurs und Autors Stefan Kirchenbauer-Arnold mit über 1.600 Mitwirkenden auf der Bühne und zahlreichen weiteren ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer wird unter der Regie von Katrin Bechstein in insgesamt zehn Aufführungen vom 24. Juni bis zum 8. Juli tausende Besucherinnen und Besucher in authentischen und farbenprächtigen Bühnenbildern in die Zeit der Staufer und des europäischen Mittelalters entführen.

In enger Zusammenarbeit von Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen der Stadtverwaltung und vieler Einrichtungen und Firmen wird die Staufersaga 2016 die Tradition und die Idee des Initiators Stefan Kirchenbauer-Arnold weitertragen und trotzdem dramaturgisch, szenisch und vor allem auch technisch neue Akzente und Schwerpunkte setzen.

Die Karten für die Aufführungen sind weitgehend ausverkauft; Informationen zum Stück und Ticketverkauf gibt es unter stauferfestival.de.

Seit 2012 hat der Staufersaga-Verein eine enorme Entwicklung vollzogen. Seit der Gründung hat sich die Zahl der Mitglieder nahezu vervierfacht, so dass der Verein mit 851 Mitgliedern, aufgeteilt in 54 Gruppierungen, im wahrsten Sinne des Wortes nicht mehr in den Kinderschuhen steckt, trotzdem bietet sich noch großes Potential und viel Freiraum nach oben. Alle Gruppierungen des Vereins haben sich dafür stark gemacht, dass "die Staufersaga" eine Wiederaufführung erleben darf. Wenngleich weit mehr als 1250 Personen am Theaterspiel beteiligt sind, so spielen doch die festen Gruppen des Vereins eine tragende Rolle. "Groß Werk braucht Einigkeit", damit wären wir auch schon bei dem tieferen Sinn, den ein Theaterwerk braucht. Theater ist keine Ware, die gekauft oder verkauft werden kann, meistens hat dies einen kulturellen Zweck, wie die Staufersaga beweist. Groß Werk, hiermit sind die Gewerke gemeint, die für das Theaterstück in Anspruch genommen wurden. Wichtige Bereiche wie Gewänder, Bühnenbild, Dekorationen und Schlosserarbeiten entstammen alle samt den fleißigen, ehrenamtlich schaffenden Händen des Vereins. Angefangen mit der Gewandmeisterei, deren Leitung seit der Gründung bei den Gewandmeisterinnen Carolin Kraut, Gundi Mertens, Christine Petraschke und Christine Zorniger liegt, wurde für die Saga 2012 ein Meisterwerk vollbracht, das hoffentlich für viele Jahre Bestand haben wird. Zwischen den Jahren 2012 und 2016 hatte die Gewandmeisterei große Projekte zu bewältigen; allen voran die Landesgartenschau mit der Barockwoche. Auch die Beteiligungen an anderen Theaterproduktionen, eigenen Theaterstücken, dem jährlichen Weihnachtsmarkt und die Instandhaltung der mittelalterlichen Gewänder und vieles mehr wurden von den täglich arbeitenden Gruppen bewältigt. Der größte Arbeitseinsatz der Gewandmeisterei für die Wiederaufführung der Saga entstand hauptsächlich durch die Neubesetzung einiger Rollen. Hierdurch waren Umarbeitungen von Gewänder angesagt und einige Entwürfe notwendig geworden. Genauso wichtig wie die Gewandmeisterei ist die Abteilung des Bühnenbaus und der Großrequisite unter der Leitung von Josef Stampfer, Roland Rupp und den Zimmerleuten um Alfred Müller.

Hier vereinen sich die Schreiner mit den Wagenbauern (Leiter: Heinz Stegmaier), und anderen Handwerker-Zünften, um die großartige historische Kulisse und die vielen Wagen des Schauspiels zu planen, zu zimmern, zusammen zu bauen und um den einzelnen Elementen die authentische Farbgebung zu verleihen.

Ein weiteres Gewerk des "Staufer-Theaters" ist die Rüstmeisterei mit der Schmiede. Ein Katapult zu bauen, das auch funktioniert, ist eine nicht alltägliche Herausforderung. Frank Stühle hat zusammen mit seinen Mannen dieses Kriegsgerät für die Staufersaga geschaffen. Wissentlich gibt es kein zweites Katapult in Deutschland, das nach einer Idee aus der Kreuzfahrer-Bibel gebaut wurde und auch funktioniert. Jürgen Musch, Thomas Schlund, Meinhard Plischke und Uwe Walczuch haben zusammen mit ihren Leuten unzählige Lanzen, Schwerter, Helme, Kettenhemden und Bögen für die große Szene der Keuzzugsschlacht konstruiert, geschmiedet und fertiggestellt.

Die benannten Gewerke sind das starke Gerüst des Vereins. Vor und hinter den Kulissen zeigen alle Höchstleistungen.
Andere Gruppierungen wie die musischen Künste, die handwerklich ausgerichteten Zünfte oder das Organisations-Team sind gleichermaßen für das Gelingen der historischen Theateraufführung mit verantwortlich. Im Programmheft der "Staufersaga" gibt es eine detaillierte Beschreibung aller Gruppen mit ihrem unverzichtbaren Einbringen in das Gesamtwerk. Es sei noch einmal hervorgehoben, dass sich jeder mit Herzblut einbringt, damit die Staufersaga ein fester Bestandteil der Schwäbisch Gmünder Kultur-Szene ist und bleibt. Hierzu gilt es, junge Menschen auf uns aufmerksam zu machen, damit neue Hoffnungsträger für unseren Verein heranwachsen können.

Bei dieser nicht alltäglichen Gelegenheit möchte sich der Verein bei den Organisatoren des Stauferfestivals seitens der Stadt, Alexander Groll und Carmen Bäuml, besonders herzlich für die konstruktive Zusammenarbeit bedanken, bei der Regisseurin Kathrin Bechstein für ihre Geduld, bei Mick Baumeister für die wundervollen Musikkompositionen; Marion Bauer sei Dank für das perfekt in Szene gesetzte Maskenbild und für die herausragende Technik danken wir Stephan Crummenauer. Ein großer Dank gilt auch dem Gemeinderat, der den Staufersaga-Verein unterstützt, damit die Staufische Kultur für die älteste Stauferstadt Schwäbisch Gmünd gepflegt und erhaltet werden kann. Zuletzt gilt auch ein großer Dank allen Vereinsmitgliedern, die die künstlerische, soziale und organisatorische Struktur des Theaterstücks "die Staufersaga" stellen „Groß Werk braucht Einigkeit!".

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